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Adventskalender 2020 News

10. Dezember 2020

Heute gibt es ein Gebet.
Es ist angelehnt an den Ablauf einer Meditation.
Ich lade dich ein. Nimm dir 5 Minuten Zeit. 
Beschenk dich selbst. 
Bete. 

Ein Gebet 

Ich werde ruhig vor Dir, mein Gott. 

Ich atme ein. Ich atme aus. 

Ich gönne mir eine Pause. 

Was denke ich? 

Was fühle ich? 

Was tut mir gut? 

Ich höre meine eigenen Gedanken. 

Du hörst mir zu, mein Gott. 

Ich vertraue Dir. 

Ich atme ein. Ich atme aus. 

Du bist bei mir, mein Gott. 

Ich danke mir für dieses Gebet. 

Ich danke Dir für deine Zeit, mein Gott. 

AMEN. 

Ich wünsche dir einen gesegneten Tag! 

Deine Tina 

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9. Dezember 2020

It’s TEA-TIME 

Eine Tasse Tee… 

… schmeckt 

… wärmt von innen 

… und die Hände 

… trinke ich gerne mit Freunden 

… genieße ich morgens zum Wachwerden 

… schenkt mir Geborgenheit 

… hilft mir beim Nachdenken 

… ist tröstlich und liebevoll. 

Die Kraft des Tees darf man gerade an diese Tagen genießen. Die verschiedenen Inhaltsstoffe stimulieren unsere Geschmacksnerven und regen unseren Stoffwechsel an. Die Wärme des Tees ist im Bauch und an den Händen spürbar.
Eine Tasse Tee kann zu einer Pause im hektischen Alltagstrubel verhelfen oder uns zu einer geselligen Runde mit uns selbst oder einer weiteren Person (ganz Corona-Konform) einladen.
Tee ist gut bei Erkältungssymptomen (viel Trinken rät mir mein Hausarzt immer), kann das Immunsystem stärken (Ingwer und Zitrone sollen waren Wunder wirken) und wärmt die Seele.

Herzliche Einladung zu einer Tasse Tee – virtuell oder in echt (mit einem Hausstand und mit Abstand – versteht sich)

Dann schreib mir eine Nachricht oder ruf mich einfach an.

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Ich freu mich! Deine Tina

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8. Dezember 2020

Gerade jetzt, zur Weihnachtszeit, ist unsere Kreativität und unser Einfallsreichtum sehr gefragt. Wir zerbrechen uns mal wieder den Kopf über die passenden Geschenke für unsere Lieben.

Was kann er oder sie brauchen? Was wünscht sich der beste Freund, die beste Freundin?
Womit kann ich den Eltern (die meist schon alles haben) oder meinen Kindern eine Freude machen? 

Wer kennt diese Fragen nicht?
Sie beschäftigt einen über Tage, manchmal sogar Wochen – bis man das „Richtige“ gefunden hat.

In manchen Familien hat man sich darauf geeinigt, dass man sich nichts mehr schenkt – dann bleibt nämlich auch die Frage nach dem „Was schenke ich nur?“ aus.
Schade ist nur, dass damit auch die Überraschung, die Freude beim Auspacken, der Dank und die Wertschätzung ausbleiben.

Und geht es beim schenken nicht genau darum?
Den anderen Menschen so gut zu kennen, dass man ihm oder ihr mit dem Geschenk ein Lächeln ins Gesicht zaubert, dass man ihn oder sie überrascht, dass man einen Wunsch erfüllt?
Dabei kann man sehr kreativ und erfinderisch sein und es muss nicht viel kosten. Kleine Kostbarkeiten und Geschenke liegen manchmal so nah.
Wir können uns selbst „hineingeben“ indem wir uns Zeit nehmen die Gaben auszuwählen, herzustellen oder sogar Zeit verschenken.

Ein paar Ideen habe ich für euch zusammengestellt:
– Kerzen gießen und mit guten Wünschen auf kleinen Karten schmücken (s. Adventskalender vom 7. Dezember).
– Trockenkuchen im Glas (alle trockenen Zutaten für einen Marmorkuchen in ein Glas füllen; dieses verschließen und das Rezept auf einer kleinen Rolle außen an das Glas binden. Es müssen dann nur noch die feuchten Zutaten – z.B. Eier und Milch – hinzugefügt werden).

– Handcreme selbst herstellen (https://utopia.de/ratgeber/handcreme-selber-machen-anleitung-mit-natuerlichen-zutaten/)
– Foto-Buch mit den schönsten Momenten des letzten Jahres herstellen. 

Und, war was für dich dabei? 

Wenn nicht, dann guck dir einfach diesen Song an –
etwas zum Lachen für zwischendurch 🙂

Und jetzt wünsche ich euch viel Freude beim überlegen was ihr so schenken könntet…

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7. Dezember 2020

„Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, schon steht das Christkind vor der Tür!“ 

Licht und Kerzen spielen in unsere Tradition rund um Weihnachten eine große Rolle. In diesem Jahr möglicherweise mehr als in den vergangenen. Warum? Weil Licht und vor allem Kerzen für viele Menschen Geborgenheit und Hoffnung bergen.
Dunkelheit und Angst sind die beiden Gegenspieler. Ihnen versuchen wir so wenig Raum wie möglich zu geben.
Kerzen helfen uns dabei, Licht und Hoffnung in unserem Leben ganz real entstehen zu lassen. 

Und das ist gut so – denn der Mensch, also wir, sucht nach diesen beiden Attributen.

Der heutige Kreativ-Tipp macht es dir möglich deinen Freunden und deiner Familie, der Nachbarin oder den Kollegen oder dir selbst eine kleine lichtbringende Freude zu bereiten.
Kerzenschein – dank Upcyling. 

Und los gehts:

Die Anleitung funktioniert entweder durch ein Wasserbad
oder im Ofen (ca. 200 Grad – Ober-/Unterhitze) besonders empfehlenswert wenn du mehrere Farben verwenden möchtest. 


Folgendes Material wird benötigt:


– Du benötigst Kerzenreste (auch verschieden Farben möglich) z.B. vom letztjährigen Adventskranz
– Als Gefäße verwendest du saubere Gläser, welche nicht mehr gebraucht werden (leere Senf-, Marmeladen-, Honig-, übrige Trinkgläser, etc.)Kerzendocht (am besten aus Baumwolle) 
– Kerzendocht (am besten aus Baumwolle)
– Bei Bedarf kannst du noch ätherisches Öl besorgen um Duftkerzen herzustellen. 
– Für die Ofenmethode empfehle ich dir saubere Metalldosen.
– Für die Wasserbad-Methode verwendest Du am besten Metallschüsseln

So funktioniert es:

1. Sortiere zunächst deine Kerzenreste nach Farbe und zerkleinere sie. So schmelzen sie später schneller im Wasserbad auf dem Herd oder im Backofen. Entferne dabei die alten Kerzendochte.

2. Schmelze die Wachsreste im heißen Wasserbad in einem Kochtopf oder im Ofen. Verwende dazu am Besten eine Metallschüssel oder Metalldose. Es dauert nur wenige Minuten bis das Wachs flüssig ist.
Wichtig: Pass auf, dass kein Wasser zum Wachs spritzt.
Wenn du eine Duftkerze herstellen möchtest, gebe in das geschmolzene Kerzenwachs nun ein paar Tropfen des ätherischen Öls hinzu. 

3. Schneide die Länge der Kerzendochte auf die passende Höhe.
Positioniere sie nun mittig in die Gläser und fixiere sie z.B. mit Zahnstochern oder Tesastreifen. 

4. Das geschmolzene Wachs in deine vorbereiteten Kerzenbehälter gießen und trocknen lassen. Sollte sich eine Mulde nach dem Trocknen gebildet haben, kannst du diese nachträglich mit etwas geschmolzenem Wachs aufgießen.

Kleiner Tipp: Mehrfarbige Kerzen (verschiedene Farbschichten) sind ein echter „Hingucker“. Diese besonderen Kerzen entstehen, indem Du jede Schicht antrocknen lässt bevor du die nächste Kerzenwachsfarbe hinzu gibst.

Viel Freude beim Herstellen und beim schenken!

PS: Wie ein Wasserbad funktioniert, wird dir hier erklärt: https://utopia.de/ratgeber/wasserbad-schritt-fuer-schritt-anleitung-fuer-schonendes-erwaermen/#:~:text=%20So%20bereitest%20du%20das%20Wasserbad%20zu%3A%20,oder%20der%20kleine%20Topf%20einen%20guten…%20More%20)

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6. Dezember 2020

Heut ist Nikolaus – eine wunderbare Möglichkeit um lieben Menschen eine kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Vielleicht stellt ihr sogar euren Stiefel vor die Türe, damit er über Nacht gefüllt werden kann. 
Doch woher kommt diese Tradition eigentlich und hat sie wirklich was mit dem Nikolaus zu tun? 

Hier ein kleines Filmchen zur Erklärung: 

Vom 4. Jahrhundert bis heute – die Geschichte des Nikolaus

Wer heute oder in den nächsten Tagen noch etwas Gutes tun möchte, dem lege ich folgendes ans Herz legen: 

Das Dekanat Nürnberg organisiert jedes Jahr zu Weihnachten für die wohnungslosen Menschen unserer Stadt eine kleine Weihnachtsfeier. Auch wenn es unter Corona-Bedingungen anders stattfinden muss als gewohnt, halten Sie daran fest. 

Unterstützung kann meine Kollegin Ute Kollewe mit ihrem Team trotzdem sehr gut gebrauchen: 

   UNTERSTÜTZT UNSERE OBDACHLOSENWEIHNACHT!!!   

Die Obdachlosenweihnacht findet statt – auch in diesem Jahr! Pandemiebedingt allerdings ebenso wie das Obdachlosenfrühstück als ‚to-go‘-Version.
Damit die weihnachtlichen Lebensmitteltüten prall befüllt werden können, würden wir uns freuen, wenn ihr uns mit einer kleinen Spende unterstützt! 
Das Obdachlosen-Team rund um unsere Kollegin Ute Kollewe benötigt:

  • weihnachtliche Süßigkeiten wie Lebkuchen, Dominiosteine, Printen, Marzipankartoffeln, Vanillekipferl etc. – bitte nur originalverpackt!
  • jede Form von Weihnachtsgebäck
  • neue, warme, selbstgestrickte Wollsocken – gerne in auch in großen Größen!
  • Filterkaffee und Kräutertee (Teebeutel)
  • Eure Spende nimmt der i-Punkt im Haus eckstein gerne entgegen in der Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg. Mo.-Do. 9-17 Uhr sowie Fr. 9-15 Uhr.

Natürlich freut sich das Team wie immer auch über eine Geldspende:
Kirchengemeinde St. Sebald, IBAN DE47 5206 0410 0001 5711 41 // Vermerk Obdachlosenweihnacht to-go

Vielen Dank für eure Unterstützung und eine frohe Adventszeit! 

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5. Dezember 2020

Lebkuchenrezept 

500 g Dinkelmehl
1 Pck. Weinsteinbackpulver 
1 Prise Salz 
2 Pck. Lebkuchengewürz 
1 TL Zimt
1/4 TL gemalen Nelken
200 g Butter 
300 g hellen Honig
1 Eigelb 
1 ganzes Ei 
2EL Sahne 

  1. Das Dinkelmehl, Backpulver, Salz, Lebkuchengewürz, Zimt und die gemahlenen Nelken in eine Schüssel geben und miteinander vermengen. 
  2. Die Butten und den Honig gemeinsam in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam erhitzen (immer wieder rühren, dann brennt nichts an) und schließlich wieder abkühlen lassen. 
  3. Das Ei, das Eigelb und die Sahne in eine höhere Schüssel geben und miteinander verquirlen. 
  4. Nun alle Zutaten miteinander vermengen bis eine homogener Teig entsteht. 
  5. Jetzt braucht alles für ca. 2 Std. Ruhe – bei Raumtemperatur. 
  6. Nach der Ruhephase den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 
  7. Den Teig ausrollen (ca 0,5 cm dick) und Figuren ausstechen. 
  8. Die einzelnen Figuren auf ein mit Backpapier ausgelegtes, oder mit Butterschmalz bestrichenes, Backblech legen. 
  9. Nun für etwa 20 Minuten in den Ofen schieben. 

Man kann die Lebkuchen vor dem Backen mit Mandeln verzieren. Dazu die Mandeln in die ausgestochenen Lebkuchen drücken. 

Wer lieber einen Zuckerguss oder Schokoladenbezug möchte, verziert die Lebkuchen nach dem Backen! 

Viel Freude beim backen! 

PS: Die Lebkuchen sind nicht nur eine feine Leckerei für diese kalten Wintertage. Sie bieten durch ihre Zutaten feine Nährstoffe für unser Immunsystem. Zumindest behaupten das die vielen Klöster und Lebküchner, welche seit Jahrhunderten diese Leckerei zubereiten.
Zimt und Nelken sind wärmend und Honig (vor allem der regionale Honig) bietet viele Nährstoffe für unsere körpereigenen Abwehrkräfte. 

Quelle fürs Rezept: https://www.chefkoch.de/rezepte/1372911242132921/Lebkuchen-mit-Honig.html

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4. Dezember 2020

Die Sage des Nürnberger Lebekuchens – Teil 1

  • Es ist nun schon viel hundert Jahre her, da hat in Nürnberg, der berühmten Stadt , ein dicker runder Bäckermeister gewohnt. Aber nicht nur aufs Backen verstand er sich, er war auch ein grundguter Kerl. Das Herz tat ihm immer weh, alle Jahre, wenn es auf Sankt Nikolaustag oder Weihnachten zuging.
    „Du liebes Christkind“, brummelte er, „was soll ich diesmal nur Leckeres backen, dass du es den Kindern bringst? Immer Brot und nur Brot und nichts als Brot, das geht doch nicht! Ach, was mach ich nur, ich armer, dicker, runder Bäckermeister?“
    Er besann sich hin, besann sich her. Dann aber – die Hagebutten wurden schon rot und die Haselnüsse braun und der Wind schüttelte die Kastanien von den Bäumen – kaufte er sich ein Notizbuch, packte seine Siebensachen und befahl der Katze, sie solle die Mäuse kurz halten, damit sie ihm nicht das ganze Mehl für die Weihnachtsbäckerei wegfräßen.
    „Denn ich will doch sehen, was es sonst noch zu backen gibt als Brot und immer noch mal Brot.“
    Er schloss die Tür hinter sich ab und wanderte hinaus in die Welt.
    Zuerst kam der dicke runde Bäckermeister nach Regensburg. Aber soviel er sich auch umschaute, hier gab es nur Brot und Regensburger Würstchen. „Nichts für mich!“ dachte er und machte, dass er nach München kam. Aber die Münchner Salzbrezeln, damit konnte er nun mal gar nichts anfangen. Zu Weihnachten Salzbrezeln? Das wäre ja noch schöner!
    So tippelte der dicke runde Bäckermeister weiter, immer noch war sein Notizbuch leer. Nach Frankfurt kam er, da machten sie nur Frankfurter Würstchen und Apfelwein. Sogar in der Kaiserstadt Aachen gab es die Aachener Printen damals noch nicht. Auch in Köln nur Käsebrötchen, die „halbe Hähne“ hießen, und nicht mal in Amsterdam backten die Leute Spekulatius.
    Aber der Bäckermeister ließ den Mut nicht sinken und wanderte ostwärts.
    Die große Stadt Berlin, ja, die stand damals noch gar nicht !
    Nur Wald und Sumpf. In dem Wald aber traf er einen uralten Einsiedler.
    Der lebte von Eicheln und Haselnüssen. „Am besten gehen sie mal nach Wien“, sagte der Einsiedler zu dem Bäckermeister.
    „Da soll`s Wiener Würstchen geben, fabelhaft!“
    Aber der dicke runde Bäckermeister hatte nun genug.
    „Es hilft alles nichts“, dachte er, „ich will lieber zurück nach Nürnberg!“
    Er wanderte einen Tag um den anderen. Da endlich kam er in die böhmischen und bayrischen Wälder.
    Als es Abend wurde und Nacht, traf er zum Glück auf ein Häuschen. Das stand tief unter den dunklen Fichten. Dicht neben dem Häuschen war ein großer, schwarz verräucherter Backofen. Oh, so etwas gefiel dem dicken runden Bäckermeister !
    Er klopfte bei dem Häuschen an, klopfte noch einmal und noch einmal. Da endlich wurde es lebendig drinnen.
    Die Tür ging auf, und darin stand eine uralte Frau, die krächzte: ”Mitten in der Nacht? Das sind mir ja feine Manieren !
    Ich bin nämlich die Waldfrau, und mit mir ist nicht gut Kirschen essen !”
    So schimpfte sie, fuchtelte mit ihrem Krückstock und wackelte mit dem Kopf.
    „Keine Angst, Mütterchen“, sagte der brave Bäckermeister. „Ich bin müde vom langen Weg. Ein Eckchen auf der Ofenbank habt ihr sicher für mich?”
    „Hunger hast du wohl auch?“ knurrte die Alte. „Scher dich! Ich hab nichts wie Lebkuchen und Pfeffernüsse, und du glaubst gar nicht, wie satt ich es bin, das süße Zeug!“
    Der Bäckermeister riss Mund und Augen auf. „Was habt ihr? Süße Lebkuchen und süße Pfeffernüsse? Sagt das noch einmal!
    „Du hast wohl Rattennester in den Ohren?“ giftete die Waldfrau. „Lebkuchen und Pfeffernüsse! Lebkuchen und Pfeffernüsse! Lebkuchen und Pfeffernüsse!“
    Dem Bäckermeister rollten vor Freude die dicken Tränen herab. „Dann ist ja alles gut, ich hab nämlich nur Brot“.
    „Was hast du?“ schrie die Alte, „bist du verrückt? Brot hast du? Ich weiß nicht einmal, was Brot ist! Sag, ist das süß oder sauer?“
    „Brot? Das ist mehr sauer“, sagte der Bäcker.
    „Sauer?“ rief die Waldfrau. „Sauer ist Brot? Oh wie lecker, wie lecker!“
    Und sie packte ihn bei der Hand und riss ihn mit in den Hausflur, dass er fast der Länge nach hingeflogen wäre.
    Bald aber saßen sie zusammen auf der Herdbank. Der dicke runde Bäckermeister kramte alles, was er zu essen bei sich hatte, aus der Tasche. Die Alte stopfte das Brot Brocken für Brocken in den Mund, schlang wie ein Wolf, schmatzte und schluckte.
    Und der Bäcker verdrehte die Augen vor Wonne und aß süße Lebkuchen und Pfeffernüsse.
    „Nun hab ich`s, wonach ich suchte“, sagte er „und brauche nicht mehr durch die ganze Welt zu rennen. Denn du, Waldfrau, sagst mir doch gewiss, wie man die Dinger mischt und mengt, buddelt und knuddelt. Und wieviel Zucker und Salz, Butter und Schmalz, Pfeffer und Zimt und was sonst dazu gehört. Dafür verrate ich dir das mit dem Brot!” Da freute sich die Alte, tanzte wie ein Brummkreisel im Häuschen herum, verlangte neues Brot, mampfte und pampfte, und zwischendurch wisperte sie dem Bäckermeister zu, wie man Lebkuchen und Pfeffernüsse backt.
    Der dicke runde Bäckermeister aber hatte bald sein Notizbuch vollgeschrieben und die
    Rezepte für sechserlei Brot der Waldfrau mit Kreide auf die Tür gekritzelt.
    Früh am Morgen dann wanderte er weiter und kam gerade heim, als es zu weihnachten anfing.
    Zu Hause war auch alles in schönster Ordnung. Die Katze war auf dem Posten gewesen, und die Mäuse hatten keine guten Tage bei ihr gehabt, gut und schneeweiß war das Mehl.
    Noch am selben Tag fing das Backen an: Lebkuchen und Pfeffernüsse und noch einmal Lebkuchen und Pfeffernüsse.
    Die Leute der Stadt Nürnberg waren sehr verwundert. Denn alle Abend, sowie es dunkelte, ging’s los, klingklang, durch alle Gassen.
    Das waren die Weihnachtsengel mit ihren Schlitten. Kam einer mit einem vollen Sack aus dem Bäckerladen, so hielt schon der nächste, brrrr!, sein Pferdchen an und stieg aus.
    Ein Duft aber nach süßem Backwerk und Engelsflügeln hing über der Stadt. Und tausend Heiligenscheine glitzerten blau, silber und golden durch den Schnee.
    Seht, so kamen die Nürnberger Lebkuchen und die Pfeffernüsse in die Welt und in jedes Weihnachtshaus.
    Das Märchen ist nun aus.
    (Wilhelm Matthiessen 1859-1936)

  • Meine Gedanken:
    Um Neues zu entdecken, müssen wir oft ganz schön mutig sein.
    So wie der Bäckermeister. Ohne seinen Mut – in die Welt hinaus zu ziehen, hätten wir niemals das geheime Rezept der Lebkuchen entdeckt.
    Ohne den mutigen Bäckermeister wüssten wir vielleicht heute gar nicht wie gut es schmeckt, wenn man Nüsse und Honig miteinander vermischt und in den Ofen schiebt.
    Es ist gut in seinem Leben immer mal wieder Mut zu zeigen.
    Jeder einzelne Lebkuchen kann dich daran erinnern: Hab Mut und geh deinen Weg um Neues herauszufinden!
    Hast Du vielleicht schon eine Idee, wo und wann du mutiger sein möchtest?

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3. Dezember 2020

Der Bauer und der Knopf

„Es war einmal ein junger Bauer, der wollte seine Liebste treffen. Er war ein ungeduldiger Geselle und viel zu früh gekommen. Und verstand sich schlecht aufs‘ Warten.
Er sah nicht den Sonnenschein, nicht den Frühling und die Pracht der Blumen. Ungeduldig warf er sich unter einen Baum und haderte mit sich und der Welt.
Da stand plötzlich ein graues Männlein vor ihm und sagte: „Ich weiß, wo dich der Schuh drückt. Nimm diesen Knopf und nähe ihn an dein Wams. Und wenn du auf etwas wartest und dir die Zeit zu langsam geht, dann brauchst du nur den Knopf nach rechts zu drehen, und du springst über die Zeit hinweg bis dahin, wo du willst.“
Er nahm den Zauberknopf und drehte: und schon stand die Liebste vor ihm und lachte ihn an. Er drehte abermals: Und saß mit ihr beim Hochzeitsschmaus. Da sah er seiner jungen Frau in die Augen: Wenn wir doch schon allein wären…Wenn unser neues Haus fertig wäre…Und er drehte immer wieder. Jetzt fehlen uns noch die Kinder und drehte schnell an dem Knopf.
Dann kam ihm neues in den Sinn und konnte es nicht erwarten. Und drehte, drehte, dass das Leben an ihm vorbei sprang, und ehe er sich’s versah, war er ein alter Mann und lag auf dem Sterbebett. Und merkte, dass er schlecht gewirtschaftet hatte.
Nun, da sein Leben verrauscht war, erkannte er, dass auch das Warten des Lebens wert ist. Und er wünschte sich die Zeit zurück.”

– Schriftsteller Heinrich Spoerl (1887-1955)

Meine Gedanken: 

Wir warten auf so vieles – gerade auf Weihnachten.
Wir warten aber auch darauf, dass Corona vorbei ist. 

Wir warten darauf, dass unsere Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. 

„Warten“ kennen wir also sehr gut und anders als der ungeduldige Bauer haben wir keinen Knopf, an welchem wir drehen könnten – wenn es auch noch so wünschenswert wäre. 

Stellt sich mir die Frage: Was machen wir statt dessen? Was tun wir während des Wartens? 

Da kommen mir ganz unterschiedliche Möglichkeiten in den Sinn, wenn ich über mich selbst nachdenke.
Ganz platt und schnell: ich nutze die sozialen Netzwerke oder schaue mir die neusten Nachrichten oder E-Mails an .
Denke ich über längere Wartezeiten nach, fallen mir längere Beschäftigungen ein: Küche aufräumen, Unterlagen sortieren, mit Freunden telefonieren.
Letztlich dient es immer dazu mich abzulenken und die Zeit des Wartens zu überbrücken – teils sinnvoll, teils weniger sinnvoll.
Mir fällt es leichter, wenn ich die Zeit mit etwas fülle.

Gerade befinden wir uns in einer Wartezeit, denn es ist Advent

Die Adventstage sind eine besondere Wartezeit – in diesem sowie in all den anderen Jahren. 

Manchmal stellte ich es mir so vor:
Der Advent ist ein kleines ältere Männchen mit grauen Haaren und einem dicken, kugeligen Bauch und einer Pfeife im Mund, das uns einlädt die Tage von Ende November bis zum Heiligen Abend besonders zu gestalten.
Das Männlein sagt zu uns: „Mach diese Tage vor Weihnachten zu einer außergewöhnlichen Zeit. Denn wir warten schließlich auf etwas Einzigartiges. Wir warten auf Weihnachten.“

Lassen wir uns von diesem kleinen Männlein einladen und machen wir diese Adventstage zu etwas Besonderem! 

Hast Du eine Idee für Dich?
Dann schreib sie hier auf – andere können davon profitieren! 

DANKE! – Deine Tina

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2. Dezember 2020

Dezember, Dezember ich träum von dir… 

Ein Lied als Impuls: 

Meine Gedanken:

Und heute ist schon der zweite Tag in diesem Monat. 

Das zweite Türchen geht bei all den Adventskalendern auf. 
Ist drin was du erwartest? 
Ist drin was du dir wünschst? 
Ist drin was du brauchst? 
Ist drin wovon du träumst?

Wovon träumst Du? 

Wir stehen noch am Anfang dieser Adventszeit. Erst eine Kerze brennt. Eine besondere Zeit – weil sie in diesem Jahr ruhiger und besinnlicher sein kann als all die anderen Jahre.
Wir können in Ruhe Plätzchen backen, den Duft aller Zutaten mit allen Sinnen erleben.
Wir könne die flammenden Kerzen am Adventskranz friedlich beobachten und unsere Gedanken schweifen lassen.
Wir haben die Chance ruhig zu werden, zu überdenken wovon wir träumen.

Nehmen wir diese Zeit als Geschenk – trotz der Befürchtungen, der Ängste und der vielleicht unerfüllten Wünsche.
Nehmen wir diese Zeit erst recht als Geschenk um uns unseren Träumen zu widmen.
Ich lade uns ein zu träumen – weil es uns die Zeit ermöglicht!

Wovon träumst Du? 

Trau dich die Träume zuzulassen, sie zu betrachten und Ideen zu spinnen, wie du sie umsetzen kannst. 

Wenn Du willst, schreib mir wovon Du träumst. 

Ich freue mich von Dir und deinen Träumen zu lesen: 

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Glaube News Willkommen

Adventskalender – online!

In diesem Jahr ist alles anders und wenn wir ehrlich sind, dann ist das ist nichts Neues mehr!
Neu sind immer wieder andere Bestimmungen, Verordnungen und die Frage, wie wir all das in unser Leben integrieren. 

Für diesen Advent habe ich mir etwas besonderes ausgedacht und es ist etwas Neues:  Unser „Online-Adventskalender“mit Impulsen für jeden Tag – bis zum Heiligen Abend!

Herzliche Einladung „vorbei zu gucken“. 
Es wäre schön, wenn das ein oder andere hilft diese Adventszeit zu etwas Besonderem zu machen – gerade wegen oder weil es Corona gibt! 

https://ejnikodemuskirche.com/category/adventskalender-2020/

Alles Liebe,

Eure Tina